Kornbrennerei Hegemann in Sprockhövel

Hof Hegemann in Sprockhövel
 
Kornbrennerei Hegemann in Sprockhövel
Kenner trinken Hegemänner

Young- und Oldtimertreffen
WAZ vom 13.06.2017
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URLAUB vom 18. - 23.09.2017

Urlaub

Hofladen
Anschrift der Kornbrennerei Hegemann

Chronik des Hofes und der Kornbrennerei

Im Jahr 1868 gründete Otto Hegemann auf seinem Hof Leckebüschen eine landwirtschaftliche Kornbrennerei. Das erforderliche Korn-Brennrecht wurde vom Staat verliehen.

Otto Hegemann
Firmengründer Otto Hegemann (09.03.1848 – 17.02.1911)
Sein Gesicht prägt heute das Etikett des *Schwatten HIERGEMANN*
(Wohl wegen seines schwarzen Bartes wurde er so genannt.)

Der Betrieb einer Kornbrennerei war in dieser Zeit nicht außergewöhnlich. Es betrieben einige Bauern in Sprockhövel und Umgegend als Nebenbetrieb zur Landwirtschaft eine Kornbrennerei. In den Kriegen bediente sich der Staat der Kupfer- und Messingteile, die es zahlreich in den Brennereien gab, um daraus Waffen herzustellen. Das war für sehr viele Kornbrennereien nach Kriegsende der Grund zur Aufgabe.

Max Hegemann Senior mit Familie

übernommen und weiter entwickelt wurde der Betrieb von Ottos Neffen Max Hegemann (auf dem Foto mit seiner Frau Wilhelmine und seinen beiden Kindern Gerda und Max). Max Hegemann der ältere erbaute das Gebäude, in dem sich heute noch der Betrieb befindet.

Es begann die Industrialisierung und das führte auch zu umfangreichen Veränderungen im Brennereibetrieb. So eröffnete zum Beispiel die Elektrizität die Möglichkeit, Pumpen und Aufzüge, die zuvor über Transmissionen und Flachriemen von einer Dampfmaschine angetrieben wurden, direkt mit Elektromotoren zu betreiben. Dies führte zu erheblichen Erleichterungen bei der Arbeit und machte es schließlich Max Hegemann dem Jüngeren, der die Brennerei nach dem Tod seines Vaters übernommen hatte, möglich, durch einen großen Umbau im Jahre 1968 alle Geräte in einem Raum ebenerdig anzuordnen. Vorher hatte man um Pumpvorgänge zu vermeiden oder zu vereinfachen, die Geräte auf verschiedenen Ebenen platziert.

Bei diesem großen Umbau wurden viele Geräte durch modernere und größere ersetzt. Durch Zupachtung von landwirtschaftlichen Flächen wurde auch das Brennrecht auf 345 Hektoliter erhöht. Das heißt, dass nun pro Jahr 34.500 Liter Alkohol erzeugt werden durften.

Durch Gegenüberstellung von Bildern soll nun der Umbau dargestellt werden.

Der alte Vormaischbottich

Der neue Vormaischbottich

Die alten Gärbottiche

Die neuen Gärbottiche

Getreidelagerung lose

Getreidelagerung in Säcken

Getreidelagerung in Silos

Am Anfang der Verarbeitung steht das Vermahlen des Getreides:
Getreidevermahlung früher

Getreidevermahlung heute

Zwei Fotos der Kornbrennerei aus alter und neuer Zeit:
Die Kornbrennerei früher

Die Kornbrennerei heute

Im Laufe der Jahre gab es viele Veränderungen und natürlich haben wir auch vielen Kundenwünschen Rechnung getragen:

In unserer urigen Brennereiflasche mit eingebranntem Aufdruck erhalten Sie

Andreas Hegemann bei der Vorbereitung von Williams Geist
Am 18.04.2011 wurde in unserer Kornbrennerei der vorläufig letzte Bottich abgebrannt. Grund dafür ist das zum Ende des Jahres 2013 auslaufende Branntweinmonopol, ohne das Brennereien unserer Größe nicht wirtschaftlich betrieben werden können.

Seither ruht der Brennereibetrieb

Die Kornbrennerei ist nun als BRENNEREIMUSEUM zu besichtigen. Hier wird die Brennerei mit Exponaten aus alten Zeiten gezeigt. So wird der Weg vom Korn zum Korn deutlich dargestellt. Das Museum soll von Jahr zu Jahr weiter ausgebaut werden.

Das Museum Kornbrennerei

Der eingelagerte Weizenalkohol garantiert weiterhin die Produktion unserer Spezialitäten in unveränderter Qualität!

Eines gilt jedoch unverändert seit 1868:

Kenner trinken Hegemänner