Chronik des Hofes und der Kornbrennerei
Im Jahr 1868 gründete Otto Hegemann auf seinem Hof Leckebüschen eine landwirtschaftliche Kornbrennerei. Das erforderliche Korn-Brennrecht wurde vom Staat verliehen.

Firmengründer Otto Hegemann (09.03.1848 – 17.02.1911)
Sein Gesicht prägt heute das Etikett des *Schwatten HIERGEMANN*
(Wohl wegen seines schwarzen Bartes wurde er so genannt.)
Der Betrieb einer Kornbrennerei war in dieser Zeit nicht außergewöhnlich. Es betrieben einige Bauern in Sprockhövel und Umgegend als Nebenbetrieb zur Landwirtschaft eine Kornbrennerei. In den Kriegen bediente sich der Staat der Kupfer- und Messingteile, die es zahlreich in den Brennereien gab, um daraus Waffen herzustellen. Das war für sehr viele Kornbrennereien nach Kriegsende der Grund zur Aufgabe.

Übernommen und weiter entwickelt wurde der Betrieb von Ottos Neffen Max Hegemann (auf dem Foto mit seiner Frau Wilhelmine und seinen beiden Kindern Gerda und Max). Max Hegemann der Ältere erbaute das Gebäude, in dem sich heute noch der Betrieb befindet.
Es begann die Industrialisierung und das führte auch zu umfangreichen Veränderungen im Brennereibetrieb. So eröffnete zum Beispiel die Elektrizität die Möglichkeit, Pumpen und Aufzüge, die zuvor über Transmissionen und Flachriemen von einer Dampfmaschine angetrieben wurden, direkt mit Elektromotoren zu betreiben. Dies führte zu erheblichen Erleichterungen bei der Arbeit und machte es schließlich Max Hegemann dem Jüngeren, der die Brennerei nach dem Tod seines Vaters übernommen hatte, möglich, durch einen großen Umbau im Jahre 1968 alle Geräte in einem Raum ebenerdig anzuordnen. Vorher hatte man um Pumpvorgänge zu vermeiden oder zu vereinfachen, die Geräte auf verschiedenen Ebenen platziert.
Bei diesem großen Umbau wurden viele Geräte durch modernere und größere ersetzt. Durch Zupachtung von landwirtschaftlichen Flächen wurde auch das Brennrecht auf 345 Hektoliter erhöht. Das heißt, dass nun pro Jahr 34.500 Liter Alkohol erzeugt werden durften.
Durch Gegenüberstellung von Bildern soll der Umbau nun dokumentiert und erklärt werden.







Am Anfang der Verarbeitung steht das Vermahlen des Getreides:




Im Laufe der Jahre gab es viele Veränderungen und natürlich haben wir auch vielen Kundenwünschen Rechnung getragen:
- Statt des damals üblichen Roggenalkohols wurde der lieblichere Weizen als Grundstoff gewählt.
- Gab es früher KORN, WACHOLDER und AUFGESETZTEN, ...
- ...halten wir heute für Sie etwa 40 verschiedene Spezialitäten bereit,
- unter denen seit dem Jahr 2000 auch Geiste zu finden sind.

Eines gilt jedoch unverändert seit 1868:
Unser Kornalkohol wird auch heute noch aus hiesigem Weizen und Malz mit größter Sorgfalt hergestellt!
Schließlich gilt nach wie vor unser Slogan:


